Verleihung TOMMI Kindersoftwarepreis Kita: Bestes Familienspiel 2024

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Redakteur

18. März 2025

Heute am 18. März 2025 fand die Verleihung des Deutschen Kindersoftwarepreis Kita: Bestes Familienspiel statt. Seit dem Bestehen des TOMMI 2002 wurden zum ersten Mal drei Preisträger und Preisträgerinnen in dieser Kategorie ausgezeichnet.

Im Bild: Marion Lepold (KITA Online Kongress), Thomas Feibel (FEIBEL.DE, Büro für Kindermedien), Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Irene Klemm (Edurino), Dr. Hanna Jacob (Limedix GmbH) und Dennis Westermann (Schnitzeljägerei)


Digitale Anwendungen in der Kita – Ein Blick hinter die Kulissen

Nachdem die Gewinner des TOMMI-Kita-Preises 2024 gebührend gefeiert wurden, ging es in die spannende Diskussionsrunde rund um digitale Anwendungen in der frühkindlichen Bildung. Dabei standen viele wichtige Fragen im Raum: Wie entstehen erfolgreiche Lern-Apps? Wie lassen sie sich sinnvoll im Kita-Alltag integrieren? Und wie können sie nicht nur unterhalten, sondern auch wirklich bilden?

Zum Start gab es einen Blick hinter die Kulissen der prämierten Apps. Die Entwickler*innen berichteten, wie ihre Ideen entstanden sind, was ihre Apps besonders macht und welche Rolle Kinder und Fachkräfte in der Entwicklung gespielt haben. Danach lieferte Prof. Stefan Aufenanger spannende Einblicke in die aktuelle Forschung: Welche Chancen und Herausforderungen bringen digitale Anwendungen mit sich, und woran erkennt man eigentlich eine wirklich gute Lern-App?

Die Preisträger tauschten sich auch über ihre Praxiserfahrungen aus. Welche Rückmeldungen gab es von Kitas? Gab es überraschende Reaktionen von Kindern oder Erzieher*innen? Ein weiteres großes Thema war Gamification – also spielerische Elemente in Lern-Apps. Wie kann man sie sinnvoll nutzen, um Kinder zu motivieren, ohne dass der Lernfaktor verloren geht? Und gibt es dabei auch Risiken?

Zu guter Letzt ging es um die ganz praktische Umsetzung: Wie führen Kitas neue Apps ein? Welche Rolle spielen Erzieher*innen in der digitalen Medienbildung? Und wie gelingt die Balance zwischen digitalen und analogen Lernmethoden?

Insgesamt zeigte die Diskussion, dass digitale Anwendungen großes Potenzial für die frühkindliche Bildung bieten – vorausgesetzt, sie sind pädagogisch fundiert, interaktiv und sinnvoll in den Kita-Alltag eingebunden.

KITA: BESTES FAMILIENSPIEL

PLATZ 3

App: Milus Wörterreise (Limedix GmbH)

Laudation Niedlich ist er, der kleine Milu, ein Außerirdischer, der mit seinem Raumschiff auf die Erde kommt und gemeinsam mit den Kindern neue Wörter entdeckt. Die Reise geht in eine Stadt, auf den Markt oder in verschiedene Berufe. Und überall lauern neue Wörter, die die Kinder lernen. Und man muss nicht lesen können, denn alle Wörter werden vorgesprochen. Sogar die Spielfigur und die Spielform können sie selbst bestimmen. Diese Vielfalt gefällt den Kindern und macht das Lernen nicht langweilig. Es wird sogar belohnt, denn nach guten Lernerfolgen gibt es kleine Spiele zur Entspannung. Und die Wörter für die Dinge, die sie lernen, entdecken sie im Alltag und helfen ihnen, sie richtig zu benennen. Es ist toll, wenn Kinder auf etwas zeigen können und das Wort dazu kennen. Und Milus ist dabei ein wichtiger Begleiter, den die Kinder lieben lernen. Also los, raus in die Welt und mit den gelernten Wörtern die Welt besser verstehen.

PLATZ 2

App & Spielfigur: EDURINO: Alex – Die Uhr lernen (Edurino)

Laudation: Manche Kinder haben zwar schon eine Digitaluhr auf dem Nachttisch stehen oder sehen sie auf einem Tablet oder Smartphone. Aber können sie auch eine analoge Uhr mit kleinen und großen Zeigern lesen? Meistens nicht. Deshalb ist es wichtig, dass sie das können, wenn sie auf Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen analoge Uhren sehen. Das Pferd Alex in der App hilft ihnen, die Position des kleinen und großen Zeigers richtig zu verstehen. Dabei nimmt sie die App auch auf eine Reise durch die Zeit mit. Für Kinder ist das immer spannend, denn sie lernen viel dabei. Auch die gut gestaltete Grafik gefällt ihnen. Wenn Kinder lernen, die Uhr zu lesen, werden sie selbstständiger und selbstbewusster. So können Erwachsene beim Spielen nicht mehr mit Zeitlimits schummeln, da die Kinder dann die Zeit kontrollieren können.

PLATZ 1

App & Kartenset: Schnitzeljägerei (Dennis Westermann)

Laudation: Kinder lieben Verstecken und Suchen. Und ein klassisches Spiel ist die Schnitzeljagd, bei der Dinge oder Rätsel versteckt werden, die dann von anderen gesucht werden. Schnitzeljägerei bringt diese Idee nun auf eine App für Kinder. Aber nicht alles ist digital, denn die zehn Spielkarten sollen in einem Raum oder im Freien versteckt werden. Die Finder fotografieren dann mit der App nur einen kleinen Ausschnitt des Verstecks, so dass nur die Hinweise zu sehen sind. Mit der gleichen App suchen nun die anderen Kinder anhand der Fotos nach den versteckten Karten. Dann scannen sie den QR-Code auf der gefundenen Karte und suchen die nächste Karte. Am Ende gibt es ein Geschenk. Das alles macht den Kindern viel Spaß und sie merken, dass man nicht nur die Verstecke gut auswählen muss, sondern auch den Bildausschnitt.

Über TOMMI

TOMMI.kids ist die Landingpage für alle Aktivitäten des TOMMI und richtet sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte, Bibliotheken und Multiplikatoren. Im Mittelpunkt stehen dabei erfolgreich durchgeführte Events für Kinder und Jugendliche- mit ernsthafter Partizipation, konkreter Medienkompetenzvermittlung und sehr viel Spaß. Zu diesen Angeboten zählen der renommierte Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI, der digitale Kitapreis TOMMI für die frühkindliche Medienbildung und das neue und informative TOMMI-Magazin.

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